Eugen braut sein eigenes Bier

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Wir Deutschen sind für mehrere Dinge bekannt: Große Ingenieurkünste wie das Auto, Genauigkeit in jeder Situation und Bier. Viel Bier.

Doch viele Gäste aus dem Ausland machen den Fehler und denken, dass die bayrische Kultur für alle Teile Deutschlands gilt. Nein, hier im Norden sitzen wir nicht mit Lederhosen und Dirndl rum und trinken ausschließlich zu Blaskapelle und Schlagermusik unser Bier. Wer denkt, nur in Bayern herrscht eine große Brautradition, der hat sich getäuscht: Auch in Hamburg haben sich mittlerweile wieder viele Brauereien angesiedelt. Ich durfte mir eine davon mal genauer anschauen, nämlich das Brauhaus an den Landungsbrücken, das Blockbräu.

Block? Den Namen kenne ich doch!

Dem allgemeinen Hamburger sollte der Name Block schon häufiger aufgefallen sein, immerhin gehören zum Imperium von Eugen Block, also der gleichnamigen Block Gruppe, neben dem Block House und dem Grand Elysee 13 weitere Unternehmen. Seit 2012 auch Mitglied dieser Gruppe: Das Blockbräu. Denn vor sechs Jahren zog das Brauhaus in die Räume des ehemaligen “Pupaschs”, direkt an die Landungsbrücken. Und diese Eröffnung war ganz schön aufwändig: Mehr als zwei Jahre hat der Umbau zum Brauhaus gedauert, circa 6 Millionen € hat der Innenausbau alleine gekostet. Alles unter der Prämisse, das Eugen Block ein Brauhaus errichten wollte, welches seinen genauen Vorstellungen entspricht. Wer würde das nicht auch gerne?

Dass sich der Ausbau auch gelohnt hat, sieht man an vielen kleinen Details. Außergewöhnliche Kunst schmückt die Wände, Infotafeln geben weitere Auskunft zum Brauprozess und dann sind da noch die Herzstücke des Brauhauses: Die Sud- und Gärkessel, die über dem Gastraum thronen. Der schöne Ausblick auf den Hafen und die wirklich große Dachterasse runden das Gesamtbild ab.

Wer jetzt aber immer noch ein Ambiente wie im bayrischen Hofbräuhaus erwartet, der wird schnell feststellen, mit welcher Intention das Blockbräu aufgebaut wurde. Durch das Brauen von 3.600 Hektolitern Bier im Jahr möchte die Block Gruppe die Braukultur in Hamburg fördern. Das geht aber auch über das reine Brauen hinaus: Neben maritimen Touch der Inneneinrichtung deuten spätestens die norddeutschen Shanty-Chöre und weitere Live-Musik auf den Standort des Brauhauses hin.

Der Junggeselle will Fisch

Auch mit Blick auf die Speisekarte wird klar: “Jo, Hamburg.” Da gibt es neben deftigen Fleischspeisen eben auch Ostsee-Aal, Matjes und Krabbenbrot. Viele auswärtige Gäste und besonders Junggesellenabschiede entscheiden sich eben für diese typisch norddeutschen Speisen und genießen dabei das hausgebraute Bier, saisonal in unterschiedlichen Sorten gebraut. Witzig: Bei einer “Hamburger Bierrunde” gibt es acht kleine Gläser Blockbräu, beim “Hamburger Fass” werden zehn Liter Bier direkt am Tisch gezapft.

Am schönsten ist das Essen & Trinken im Blockbräu  natürlich auf der Dachterrasse. An größeren Tischen, ähnlich einem Biergarten, genießt man den Blick auf das hektische Treiben des Hafens, die Ausflugsschiffe der Landungsbrücken und Ihre Majestät, die Elbphilharmonie. Diesem Blick kann eben niemand widerstehen, egal ob Einheimischer oder Touri-Kollege. Dementsprechend habe ich mich auch an die so genannte “Fensterfront” gesetzt, also an einen Platz direkt am Wasser. Bei herrlichem Sonnenschein (kein Witz!) gab es für mich Rumpsteak und ein schönes, helles Bier. Als Beilage habe ich mich noch für den Bretzelkorb entschieden – schön bodenständig Deutsch mit einem Stück Butter. Gerade das Helle ging runter wie Öl, was auf Dänisch übrigens (“øl” geschrieben) Bier bedeutet. Geschmacklich sehr süffig und frisch, ein gutes “Sommerbier”. Steak, Pommes, Brezel und Brot haben das Gedeck dann abgerundet, alles in bewährter Block-Qualität und schnell an den Tisch gebracht.

Eugen, ich mag dein Bier!

Klar, das Blockbräu wird schnell als Anlaufstelle für Touristen verschrien und natürlich wird man hier auch den ein oder anderen Junggesellenabschied treffen. Doch wer schon die anderen Marken der Block-Gruppe kennt und schätzt, der wird sich auch im Blockbräu wohlfühlen. Die Liebe zum Detail in der Inneneinrichtung und der norddeutsche Charme holen auch den einheimischen Besucher ab. Zudem finde ich den neuen Trend zu Wiederbelebung der Braukunst in Hamburg klasse. Es kann einfach nicht schaden, diese Hansestadt auch brautechnisch durch Geschmack und Variation zu vertreten.

Mir persönlich hat das Blockbräu sehr gut gefallen, der aufwändige Brauprozess vor Ort und das frische Zapfen spiegeln sich im Geschmack wider. Der Preis von 5,60 € für ein großes Bier geht dafür noch in Ordnung. Wer dazu noch etwas essen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen, kriegt dafür aber auch ein für Brauhäuser ungewohnt guten Standard geliefert.

Tipp: Wer dem Touristen-Ansturm und Junggesellenabschieden aus dem Weg gehen möchte, nutzt die ruhigeren Zeiten unter der Woche zum Nachmittag oder geht am Sonntagabend ins Blockbräu.

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