Hafen- oder Stadtrundfahrt – Warum nicht beides?

Wenn man durch die Straßen Hamburgs fährt und die umstehenden Personen erstaunt mit dem Finger auf einen zeigen, dann fährt man entweder ein teures oder ein exotisches Auto durch die Hansestadt. Oder man hat das Vergnügen an einer Stadtkreuzfahrt mit dem HafenCity RiverBus teilzunehmen. Warum der Bus…äh das Schiff so besonders ist? Lest es hier.

Guck mal da: Der schwimmende Bus!

Am Brooktorkai 16 startet unsere Reise mit dem Amphibienfahrzeug. Als wir am “Heimathafen” des RiverBus ankommen, wartet dieser bereits auf uns und die weiteren Gäste der 70 minütigen Tour. Imposant sieht der Bus schon von außen aus: Mit 12 Metern Länge, 3,90 Metern Höhe und 2,55 Metern Breite ist das Fahrzeug noch für alle Bus- und Schiffsnormen Deutschlands zugelassen. Und diese sind als Amphibienfahrzeug wirklich nicht einfach einzuhalten, wie uns später auch Stadtführer Wolfgang erklären wird. So muss es an Bord eine Glocke geben und die Motoren für den Land- und Wasserverkehr sind voneinander unabhängig.

Zum Start geht es erstmal durch die HafenCity und die Speicherstadt, inklusive vielen Informationen zu Elphi und Co. Doch wer jetzt denkt, dass der Landteil der Tour nur für Touristen neue Informationen bietet, liegt falsch: Mit vielen Anekdoten und Gedanken zu Hamburgs neuestem Stadtteil weckt Guide Wolfgang auch unser Interesse. Wir wussten zum Beispiel nicht, dass die Speicherstadt nie fertiggestellt wurde (Blöcke Y und Z wurden nie gebaut) oder haben es erfolgreich verdrängt.

Und plötzlich sind wir im Wasser

Nach einer kurzen Fahrt bis nach Rothenburgsort sind wir bereits an der Slipanlage angekommen, also dem Ort, an dem der Bus zum Schiff wird. Einige Knöpfe muss Kapitän Hans, der übrigens sowohl einen Personenbeförderungsschein als auch einen Bootsführerschein besitzen muss, noch drücken und schon sind wir im Wasser. Irgendwie fühlt es sich surreal an: Auf der einen Seite wirkt alles im inneren wie ein normaler Bus, auf der anderen Seite ist man bis kurz vors Fenster im Wasser.

Bei der Fahrt durch die Billwerder Bucht passieren wir das große Sperrwerk, die Hansataucher und das Heizkraftwerk Tiefstack. Dabei wirbeln die beiden 190 PS starken Schiffsmotoren ziemlich viel Wasser auf, immerhin bewegt sich der Bus mit bis zu 7 Knoten (12,9 km/h) durch die Elbe. Einen weiteren Vorteil hat man durch die Bauart des Busses zusätzlich: Die großen Fenster ermöglichen nahezu einen 360-Grad Blick auf die Norderelbe.

Das etwas andere Abenteuer

Auf der Rückfahrt zum Brooktorkai wird uns dann wieder bewusst, dass der RiverBus auch auf den Straßen heimisch ist. Und solange der Bus wieder Boden “unter den Füßen” hat, fügt er sich ganz normal in den Straßenverkehr ein.

Definitiv ist der RiverBus ein Highlight der Stadttouristik Hamburgs und wir sind schon auf neue Strecken und Ideen für das Amphibienfahrzeug gespannt. Wer auch einmal das Erlebnis einer Stadtkreuzfahrt mitnehmen möchte, kann auf der Seite des Riverbusses Tickets buchen. Erwachsene (ab 15 Jahren) sind mit 29,50€ dabei, während alle Teilnehmer zwischen 5-15 Jahren sich mit 20,50€ an der Fahrt beteiligen müssen.

Weitere Eindrücke:

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